Die Zukunft liegt im Osten

 

Geschichten aus Ost und West

1. Auflage, 2003, 272 Seiten, 29 Abbildungen

bh-books – Budapest, Hamburg, Wien, ISBN 3-00-012326-1

Was aus uns geworden ist? Diese Frage stellt die Autorin, die in Dresden geboren wurde. Sie erzählt, wie die Menschen ihr Leben nach der Wiedervereinigung meisterten und welche Probleme sie zu bewältigen hatten.  Insbesondere wird von Frauen berichtet, die sich im neuen Deutschland frei entfalten konnten. Sie möchten nicht von Karriere im Osten reden, sondern nur von der Erfüllung dessen, was sie schon immer als ihre Berufung angesehen haben.

Die vorliegenden Geschichten erzählen von Menschen, die von Ost nach West gingen und im Westen Fuß fassten, von Westdeutschen, die nach Ostdeutschland gingen und von Ostdeutschen, die vor Ort ihr Auskommen fanden und denen es manchmal an der „zwischenmenschlichen Mangel-wirtschaftswärme“ im vereinten Deutschland fehlt.

Beinahe humoristisch mutet der Bericht über einen Ingenieur aus Dresden an, der innerhalb von etwa zwölf Jahren in fünf verschiedenen Firmen arbeitete, obwohl er seine Arbeitsstelle nicht wechselte.

Ein besonderes Kapitel bildet der Archipel der sowjetischen Streitkräfte in der DDR. Der sowjetischer Kosmonaut Viktor Afanasiew, vorletzter Kommandant der MIR-Raumstation und späterer ISS-Flieger, war früher Jagdflieger in der DDR. Er besucht in jedem Jahr seinen „alten Arbeitsplatz“ bei Torgau. Hoffnungsfroh stimmen Berichte über Unternehmen in dieser Region, die den veränderten Bedingungen gerecht werden konnten und Anlass dazu geben, dass im Osten Zukunft liegt. Wie weit im Osten die Zukunft liegt, das hängt von uns ab.