Meine Bücher

Gestutzte Flügel

„Ich hatte mich gar nicht reinziehen lassen wollen in das Buch. Aber dann las ich mich doch ein und dachte: Dies ist in der Tradition von Reiner Kunzes „Wunderbare Jahre“ geschrieben, die Autorin malt uns ein breit angelegt es politisches Sittenbild der DDR, sie öffnet uns eine Fundgrube für unerhörte Begebenheiten. Sie schildert die versteckte Arbeitslosigkeit in der Planwirtschaft. Ausreiseantrag und Ausgrenzung. Kaderakten, bedrohliche Schatten. Zensurenterror gegen Widersprecher. Verhöre „Zur Klärung eines Sachverhaltes“.
Es schadet doch nichts, wenn wir bestens Bescheid wissen, was der jeweils andere im Osten, im Westen erlebt hat, was ihn formte und deformierte. Darum ja möchte ich Ihnen das Buch „Gestutzte Flügel“ unter die Nase halten: Wir müssen einander kennen, sonst können wir uns nicht vertragen.“ (gekürzt)

Wolf Biermann in der WELT

 

„Das vorliegende Buch ist ein ehrliches Buch, es dokumentiert das Leben in der DDR. Es legt Zeugnis ab von der Drangsal, die die Menschen in der DDR erdulden mussten, und von ihren Fähigkeiten, ihrem Witz und Humor, die es ihnen ermöglichten, in dieser Bedrängnis zu leben. Und es spricht auch von denen, die diese Bedrängnis nicht aushalten konnten.

Deshalb empfehle ich dieses Buch zur Lektüre:
Dem einen zur Erinnerung, dem anderen zum Studium. Es ist klar und einleuchtend, ohne ideologisches Sendungsbewusstsein und dabei in einer präzisen und packenden Sprache geschrieben.“ (gekürzt)
Arnold Vaatz, MdB

Reinhold Krämer Verlag, 2013, 240 Seiten, 12,70 Euro

ISBN 3-89622-038-1

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Der Mut der Verzweiflung

DIE PESCHMERGA – Report

„Der Mut der Verzweiflung“ hat die Peschmerga getrieben. Sie kannten Ungerechtigkeit und Unterdrückung aus eigenem Erleben. Der Tod von Familienmitgliedern und Freunden, die Zerstörung von Dörfern, die Vertreibung ihres Volkes hat die Jugendlichen veranlasst, sich den Peschmerga anzuschließen, zu denen zu gehen, die „vor den anderen sterben“. Ohne den Kampf  Barsanis, ohne die Opfer der Peschmerga, ohne die Bilder der verfolgten, der geschlagenen, der ermordeten Kurden, wäre keine Schutzzone für die Kurden entstanden, hätte es keine Autonomie für die Kurden im Nordirak gegeben.

Von der Verteidigung des kurdischen Volkes und dem „Mut der Verzweiflung“ dieser jungen Peschmerga wird in dem vorliegenden Buch dokumentarisch berichtet. Die Peschmerga, die heute teilweise in europäischen Ländern leben, erzählen selbst aus ihrem Leben, das sie manchmal nicht schlafen lässt und das sie ewig verfolgen wird, wie einer von ihnen sagte.

 

 

Engelsdorfer Verlag, Leipzig, 2014, 204 Seiten, 13,30 Euro

ISBN 978-3-95744-334-2

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Der Fuchs auf dem Dach

Vom Leben in den pannonischen Weinbergen

Ich habe nirgendwo so viel Spaß wie auf meinem Dorf, freiwillig oder unfreiwillig. Die Dorfbewohner orientieren sich an den „alten Werten“, bauen Backöfen im Garten wie sie schon die Großeltern hatten, erzeugen Wein und vergrößern ihre Weinkeller wie schon ihre Vorfahren. Im Dorf wird das naturnahe Leben bevorzugt – bewusst oder der Not gehorchend. Die nachbarlichen Feste, die Weinlesen, die Fahrten zu den Weinkellern sind Höhepunkte der gegenseitigen Freundschaft.

Das Leben im Dorf ist ein Weg zurück zu den Ursprüngen, zu Genügsamkeit und Ruhe, zurück zur Gemeinschaft. Es ist ein Versuch, alte Werte wieder zu finden. Das Licht leuchtet hier so wie in der Provence und zieht auch Künstler an. Jeder braucht einen Platz, wohin er sich zurückziehen kann. Der existiert für jeden von uns im Dorf in den pannonischen Weinbergen in Ungarn.

 

 

Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2015, 340 Seiten, 23 Euro

ISBN 978-3-95744-737-1

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Begegnungen in Budapest

Es gibt Bücher in und über dieses Land, die gibt es gar nicht. Zumindest sind sie nicht mehr im hiesigen Buchhandel zu haben, falls sie dort jemals in den Regalen standen. Die „Begegnungen in Budapest“ von Barbara Heinecke gehören dazu. Von den 1992 im längst eingegangenen Alabanda Verlag erschienenen Texten der aus Dresden stammenden Mathematik-Professorin haben nur wenige in den zurückliegenden Jahren an Aktualität eingebüßte und deshalb diese späte Empfehlung verdient.

Die Autorin, die in Elbflorenz Mathe studiert hat, promovierte und habilitierte sich inmitten des real existierenden Sozialismus an der Universität Rostock, um dann als Oberassistentin 1984 von der Technischen Hochschule in Karl-Marx-Stadt die DDR „aus politischen Gründen“, wie im 174seitigen Büchlein nachzulesen ist, in Richtung Ungarn zu verlassen. Vier Jahre lebte sie dann hier und arbeitete als Programmiererin, Deutschlehrerin und Übersetzerin.

In dieser relativ kurzen Zeit hatte Barbara Heinecke nicht nur zahlreiche Begegnungen mit liebenswerten und eigenartigen Ungarn, sondern konnte ihre analytischen Fähigkeiten und ihre treffliche Beobachtungsgabe, gepaart mit umfangreich angelesenen Geschichtsfakten, in sehr lesbare Texte gießen. Das Besondere an diesen aufgeschriebenen „Begegnungen in Budapest“ – und darüber hinaus – besteht auch darin, dass sie zu den wenigen literarischen Äußerungen in deutscher Sprache gehören, die jene untypische, eigenartige Zeit kurz nach der politischen Wende in Ungarn aus eigenem Erleben reflektieren.“

Pester Lloyd, Budapest

 

Alabanda-Verlag, 2. Auflage bh-books Budapest Hamburg Wien, 174 Seiten, 10,50 Euro

ISBN 3-926724-09-9

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Die Zukunft liegt im Osten

Was aus uns geworden ist? Diese Frage stellt die Autorin, die in Dresden geboren wurde. Sie erzählt, wie die Menschen ihr Leben nach der Wiedervereinigung meisterten und welche Probleme sie zu bewältigen hatten.  Insbesondere wird von Frauen berichtet, die sich im neuen Deutschland frei entfalten konnten. Sie möchten nicht von Karriere im Osten reden, sondern nur von der Erfüllung dessen, was sie schon immer als ihre Berufung angesehen haben.

Die vorliegenden Geschichten erzählen von Menschen, die von Ost nach West gingen und im Westen Fuß fassten, von Westdeutschen, die nach Ostdeutschland gingen und von Ostdeutschen, die vor Ort ihr Auskommen fanden und denen es manchmal an der „zwischenmenschlichen Mangel-wirtschaftswärme“ im vereinten Deutschland fehlt.

Beinahe humoristisch mutet der Bericht über einen Ingenieur aus Dresden an, der innerhalb von etwa zwölf Jahren in fünf verschiedenen Firmen arbeitete, obwohl er seine Arbeitsstelle nicht wechselte.

Ein besonderes Kapitel bildet der Archipel der sowjetischen Streitkräfte in der DDR. Der sowjetischer Kosmonaut Viktor Afanasiew, vorletzter Kommandant der MIR-Raumstation und späterer ISS-Flieger, war früher Jagdflieger in der DDR. Er besucht in jedem Jahr seinen „alten Arbeitsplatz“ bei Torgau. Hoffnungsfroh stimmen Berichte über Unternehmen in dieser Region, die den veränderten Bedingungen gerecht werden konnten und Anlass dazu geben, dass im Osten Zukunft liegt. Wie weit im Osten die Zukunft liegt, das hängt von uns ab.

2003, 276 Seiten, 29 Abbildungen

ISBN 3-00-012326-1

bh-books

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Couscous und Ramadan

Die Autorin lernte als Professorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg Studenten aus „aller Herren Länder“ kennen. Mit diesen friedlich Studierenden – den Nicht-Terroristen – aus Afghanistan, Marokko, Palästina, Mauretanien, Kasachstan, Estland, Polen, der Ukraine, von der Elfenbeinküste und anderen Ländern, führte sie Gespräche und Interviews und kommt gemeinsam mit den Studenten zu dem Schluss, dass die Ausbildung der Studenten und die Förderung ihres Demokratieverständnisses die beste „Waffe“ gegen den Terrorismus ist.

Reinhold Krämer Verlag,  2014, 250 Seiten, 19,90 Euro

ISBN 3-89622-095-4

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Zwischen den Welten

Die Autorin verließ die DDR 1984 aus politischen Gründen und lebte vier Jahre in Budapest. Das Budapester Tagebuch entstand – zwischen den Welten OST und WEST – in den Jahren 1984 bis 1988 in Ungarn und erinnert an die Zeit vor der „Wende“, erzählt vom Leben in Ungarn, seinen Schwierigkeiten und seinen Freuden. Als Programmiererin und Übersetzerin, insbesondere aber als Deutschlehrerin erhielt die Autorin Einblick in das ungarische Leben. Hier schütteten die Ungarn ihr Herz aus.
Seltsam wirken auf uns heute Brigadefeiern und Feiern zur Großen sozialistischen Oktoberrevolution, bei der die Prämien verteilt wurden. Vergessen haben wir auch, dass damals erst die Lohnsteuer und der Bruttolohn, in Ungarn eingeführt wurden. Zu wenig nostalgischer Verklärung gibt der Alltag der Bevölkerung Anlass, die meisten Ungarn hatten mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig, um überleben zu können. Sie wurden schon auf die künftige Gesellschaftsordnung eingestimmt. Ungarn war nach Westen orientiert und „die lustigste Baracke im Ostblock“. Es wurde regelmäßig zum Nationalfeiertag demonstriert und die rote Fahne nachts abgehängt. Immerhin: Es gab Arbeit und kaum Obdachlose. Die Wohnungsprobleme waren sozialistischer Art – die Wohnungen wurden nach „Bedarf“ verteilt – und auch nicht einfach zu lösen. Wohnungen wurden zwar gebaut, zum Beispiel von Betrieben für ihre Angestellten, aber sie waren teuer und für viele nicht bezahlbar. Im Allgemeinen ging es damals gemächlicher zu, aber auch seinem sozialistischen Ende entgegen.
Das Besondere an diesen Texten besteht darin, dass sie zu den wenigen literarischen Äußerungen in deutscher Sprache gehören, die jene eigenartige Zeit kurz vor der politischen Wende in Ungarn aus eigenem Erleben wiedergeben

 

Verlag,  2014, 254 Seiten, 13 Euro

ISBN 978-3-939144-51-7

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Az élet nem habostorta, das Leben ist keine Sahnetorte

 

Az élet nem habostorta, das Leben ist keine Sahnetorte,

ist ein oft gebrauchter Ausspruch in Ungarn.

Die Geschichten des Buches scheinenden ihn zu bestätigen.

Alexandra Pawlowna tanzte nur einen Sommer in Budapest. Die Zarentochter, verheiratet mit dem österreichischen Verweser von Ungarn, war eine Schachfigur im Krieg gegen Napoleon. In ihrem kurzen Leben lud sie Haydn nach Ungarn ein, und Beethoven gab zu ihrem Namenstag sein einziges Konzert in Budapest.

Erzählungen aus der Schusterwerkstatt berichten vom Leben einer Gräfin, die sich in kommunistischen Zeiten als Landarbeiterin verdingen musste. Sehnsucht nach der Theiß verrät das Leben eines Priesters, der seit 1956 in New York lebt, aber immer wieder in seine Heimat zurückkehrt.

Auch Ilona suchte die Heimat dort, wo die Freiheit ist. András verlässt Siebenbürgen und wird Künstler und Überlebenskünstler in Budapest. Für die Budapester Gizella, Kati und Ágnes ist das Leben ebenfalls keine Sahnetorte, György spielt Hans im Glück und verliert sein Eigentum Stück für Stück auf der Suche nach einer Frau, die ihn liebt. Julia geht ins Kloster der Karmeliterinnen.

 

Engelsdorfer Verlag 2006, 118 Seiten, 9,90 Euro

ISBN 3-86703-021-9 / ISBN 978-3-86703-021-2

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